
“Nettomarge” Superstar?
Eine interessante Möglichkeit gerade für Aktienanfänger die “Spreu vom Weizen zu trennen” ist z. B. eine Vorauswahl der Aktien nach der sogenannten Nettomarge zu treffen.
Die Nettomarge sagt vereinfacht gesagt aus, wie viel vom Umsatz letztendlich als Gewinn hängen bleibt. Beispiel: von 100 Dollar Umsatz bleiben 20 Dollar als Gewinn bei dem Unternehmen in der Kasse. Folglich beträgt die Nettomarge genau 20%.
Gerade Unternehmen, die ein großartiges Geschäftsmodell aufzuweisen haben, weisen häufig sehr hohe Nettomargen auf. Das kann auch ein Hinweis darauf sein, dass sie sich deutlich von Wettbewerbern abheben können. Sonst wäre eine nachhaltig hohe Nettomarge kaum zu halten.
(Ein klassisches Beispiel ist hier das Unternehmen Apple, das, seit ich denken kann, eine Nettomarge von über 20% aufweist. Dies gelingt trotz der hohen Preise, da Apple anders als Samsung, LG, Xiaomi eher ein Luxusgüterhersteller als ein Technikproduzent ist. Für mich ist Apple so eine Art LVMH im Technikbereich.)
Nettomarge über 10%:
https://finviz.com/screener.ashx?v=151&f=fa_netmargin_o10&ft=2&o=-marketcap&r=61
Betrachtet euch nun mal den Screen der Unternehmen mit Nettomargen unter 10%:
https://finviz.com/screener.ashx?v=151&f=fa_netmargin_u10&ft=2&o=-marketcap
Außer den Handelsunternehmen (Amazon, Walmart, Costco, Home Depot), die eben branchenbedingt eine geringere Nettomarge ausweisen, finde ich tatsächlich in dieser Liste kaum interessante Aktien, die meinen Qualitätsansprüchen genügen.
Nettomarge über 15%:
Ich persönlich finde einen Screen mit einer Nettomarge von über 15% sehr interessant. Hier werden noch einmal einige Werte aussortiert (gegenüber Nettomarge über 10%) die ich als Investment ausschließe. Dieser Screen ist schon sehr konzentriert auf die Werte, die ich qualitativ interessant finde.
https://finviz.com/screener.ashx?v=151&f=fa_netmargin_o15&ft=2&o=-marketcap
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