Auf der Suche nach dem Tenbagger (SG IV)

Auf der Suche nach dem Tenbagger mit den Most Admired Companies 11 bis 40

 

Das „Elite-Newcomer-System“: Einmal kaufen, ewig halten – außer in Szenario A)

 

Die Auswahl: MAC 11 bis 40

Jedes Jahr Anfang Februar veröffentlicht das Fortune Magazine die Liste der „World’s Most Admired Companies“. Wir ignorieren in dieser Strategie die Top 10 (hierfür gibt es eine eigene Strategie) und konzentrieren uns auf die Newcomer in den Rängen 11 bis 40.

 

Dies sind Unternehmen, die gerade erst den Aufstieg in den „Olymp“ der Wirtschaft geschafft haben. Sie haben oft noch mehr Wachstumspotenzial als die bereits hochkapitalisierten Top 10 Giganten.

 

 

Fortune befragt jährlich über 3.000 Führungskräfte, Direktoren und Analysten. Das Ergebnis ist keine willkürliche Rangliste — es ist ein Reputationsbarometer, das über Jahre hinweg bemerkenswert stabile Signale liefert. Die Plätze 11 bis 40 bilden dabei den sogenannten „inneren Zirkel": Unternehmen, die nicht nur ein gutes Jahr hatten, sondern deren Qualität über mehrere Zyklen hinweg von Insidern anerkannt wird. Robuste Geschäftsmodelle, starke Unternehmenskultur, bewährtes Management.

 

Ab Platz 41 ändert sich die Dynamik — und das ist statistisch messbar.

 

Die Wackelzone 41–50

Ein Blick auf die historischen Listen seit 2014 zeigt ein klares Muster: Die Plätze 41 bis 50 sind überproportional häufig besetzt mit Unternehmen, die entweder gerade ein außergewöhnlich gutes Jahr hinter sich haben — oder die sich bereits im schleichenden Abstieg befinden und sich ein letztes Mal in die Top 50 retten. Novo Nordisk fiel 2026 von Platz 46 aus der Liste. Adobe von Platz 50. Southwest Airlines tauchte jahrelang auf, um nach COVID zu kollabieren. Nordstrom blieb über viele Jahre ein struktureller Underperformer. 

 

Die Plätze 41–50 liefern asymmetrisches Risiko — aber in die falsche Richtung.

Der häufigste Einwand lautet: „Aber Salesforce, BlackRock, Accenture und Home Depot sind doch alle aus dem Bereich 41–50 gekommen und haben sich fantastisch entwickelt! Das stimmt. Und genau hier liegt die psychologische Falle.

 

Erstens handelt es sich um Survivorship Bias in Reinform: Die Gewinner bleiben in Erinnerung, die Enttäuschungen nicht. Für jeden dieser vier Treffer stehen in der historischen Auswertung mindestens drei bis vier Unternehmen, die denselben Einstiegspunkt hatten — und deren Kurse seitwärts liefen oder deutlich nachgaben.

 

Zweitens — und das ist der entscheidende Punkt — wären all diese Qualitätsunternehmen spätestens ein bis zwei Jahre später auch in den Plätzen 11 bis 40 aufgetaucht. Denn echte Qualität wandert auf der Liste nach oben. Salesforce, BlackRock, Accenture und Home Depot sind heute längst fester Bestandteil des stabilen Kerns. Wer den Filter konsequent bei Platz 40 zieht, hätte sie mit minimalem Renditeverlust trotzdem ins Depot bekommen — aber ohne das Risiko, gleichzeitig die Wackelkandidaten aus demselben Bereich mitzukaufen.

 

Das Regelwerk

Der Cut-off bei Platz 40 ist damit keine willkürliche Grenze, sondern das Ergebnis einer nüchternen Analyse der historischen Listenbewegungen. Er filtert die Hype-Themen des jeweiligen Jahres automatisch aus — 2026 etwa AMD auf Platz 48 und Workday auf Platz 49, beide explizit als KI-Newcomer ausgewiesen. Er reduziert den jährlichen Turnover im Depot. Und er stellt sicher, dass jede Position im Portfolio auf einem Reputationsfundament steht, das über mehrere Jahre gewachsen ist.

 

Weniger Rauschen. Mehr Qualität. Das ist der Grund, warum die Grenze bei 40 und nicht bei 50 liegt.

 

 

Die Ausschluss-Kriterien

Bevor wir kaufen, filtern wir Branchen aus, die historisch gesehen „Kapitalvernichter“ sind:

 * Keine Airlines: Zu hohe Fixkosten, keine Preismacht.

 * Keine traditionellen Autobauer/ Maschinenbauer: Extrem zyklisch und kapitalintensiv.

 * Keine reinen Rohstoff-Werte: Abhängigkeit vom Weltmarktpreis.

* Nicht börsennotierte Unternehmen: Publix Super Markets taucht regelmäßig auf der Liste auf — ist für Privatanleger jedoch schlicht nicht investierbar und scheidet damit automatisch aus.

* Keine klassischen Geschäfts- und Retailbanken — zu reguliert, zu zinsabhängig, kein Tenbagger-Potenzial.  Kaufbar hingegen sind klassische Investmentbanken wie JPM, Goldman Sachs usw. Transaktionsplattformen wie Mastercard oder Visa, Asset Manager wie BlackRock und Finanzplattformen wie American Express — sie verdienen am Volumen, nicht an der Zinsmarge.”

 

Also:

Keine Airlines

Keine traditionellen Autobauer/Maschinenbauer

Keine Rohstoffwerte

Keine klassischen Geschäfts- und Retailbanken

Keine nicht börsennotierten Unternehmen

 

 

Das Ziel: Wir kaufen im Februar die verbleibenden Newcomer und halten sie theoretisch ewig. Mit einer Ausnahme.

 

Nach dem Kauf gehen wir in den „Schlafmodus“ – es sei denn, eine Aktie entwickelt eine dramatische Eigendynamik nach unten. 

 

Wir unterscheiden strikt zwischen zwei Arten von Kursverlusten:

Dies richtet sich exakt nach meinem Blogartikel Abgestürzte Aktien - Chance oder Value Trap?

 

Szenario A) Der Einzelabsturz im Bullenmarkt (Gefahr!)

Dies ist der wichtigste Punkt des Systems. Der Gesamtmarkt (S&P 500 / Nasdaq 100) steigt oder ist stabil, eine Einzelaktie bricht massiv ein.

 Fällt die Aktie um 50 % von ihrem Allzeithoch, während kein allgemeiner Markt-Crash vorliegt, liegt ein strukturelles unternehmensbedingtes Problem vor (Managementfehler, veraltetes Geschäftsmodell).

 Die Aktion: Wir verkaufen die Aktie und schichten das Kapital in einen breiten ETF (S&P 500 oder Nasdaq 100) um.

 

Warum? Statistisch erreichen nur 20 % dieser „Bullenmarkt-Verlierer“ jemals wieder ihr altes Hoch. Ein Index-Tausch rettet dein Kapital und lässt es sofort wieder mit der Kraft des Marktes wachsen.

 

Szenario B: Der allgemeine Markt-Crash (Chance!)

Der gesamte Markt bricht um 20 %, 30 % oder mehr ein (wie 2008 oder 2020). Deine Qualitätsaktien fallen mit.

 Die Unternehmen sind gesund, aber die Panik reißt alles mit.

 Aktion: Halten oder Nachkaufen. Dies ist kein Szenario für einen Verkauf. Hier greift die Qualität der „Most Admired“-Unternehmen: Sie sind meist die Ersten, die nach dem Crash neue Rekordhochs markieren.

 

3. Das Regelwerk auf einen Blick

| Zeitpunkt | Aktion | Bedingung |

 

| Februar | Kauf | Newcomer auf Platz 11–40 (kein Auto/Airline siehe oben) |

| Laufzeit | Buy and Hold | Aktie bleibt im Depot (Ziel: Ewig). |

| Notfall (A) | Verkauf & Tausch | -50 % vom Hoch im Bullenmarkt ▶️ Umschichtung in Index-ETF. |

| Crash (B) | Aussitzen / Nachkauf | Gesamtmarkt bricht ein ▶️ Qualität halten, keine Panikverkäufe. 

 

Fazit: Qualität wählen, Verlierer tauschen

Man profitiert von der Auswahl der besten Unternehmen der Welt, aber vermeidet „schlechtem Geld gutes hinterherzuwerfen“.

 

Durch den Index-Tausch in Szenario A stellst man sicher, dass dein Depot sich selbst reinigt. Man behältst die potenziellen Tenbagger und ersetzt die scheiternden Firmen automatisch durch die Kraft des gesamten Marktes.

 

Disclaimer: Dies ist keine Anlageberatung. Aktieninvestments sind mit Risiken verbunden. Die historische Performance ist keine Garantie für zukünftige Ergebnisse.

 

 

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Bei dem schon in meinem Depot befindlichen Wert Nike — Szenario A) ist einschlägig.

 

Das Allzeithoch der Nike-Aktie lag bei 155,58 Euro und wurde am 22. November 2021 markiert. Das aktuelle Kursniveau ist davon 75,37% entfernt — der aktuelle Kurs liegt also bei etwa 38 Euro.

 

Das bedeutet: Nike hat von seinem Allzeithoch mehr als 75% verloren — bei mir im Depot liegt Nike mit -45% im Minus (nahe 50%-Schwelle aus Szenario A)

 

Und die Ursachen sind klassisch strukturell, kein allgemeiner Marktcrash:

 

China-Schwäche mit zweistelligen Umsatzrückgängen, Margendruck durch gestiegene Kosten und Rabattaktionen sowie eine digitale Flaute im Direct-to-Consumer-Geschäft.

 

Die Konsequenz nach dem Schaupp-Regelwerk

 

Verkauf Nike → Umschichtung in S&P 500 ETF

 

Kein Zögern, kein Hoffen auf Erholung. Genau dafür wurde Szenario A) entwickelt. Die Aktie notiert ca. 50% unter ihrem Allzeithoch — und das Regelwerk sagt klar: statistisch erreichen ungefähr nur 20% dieser Bullenmarkt-Verlierer jemals wieder ihr altes Hoch.

 

 

 

Was könnte nun 2026 als Neuzugang für mein Depot in Frage kommen?

Nur persönliche Meinung - keine Anlageberatung !!!

Disclaimer & Haftungsausschluss

1. Keine Anlageberatung

Sämtliche Inhalte auf diesem Blog, insbesondere die Vorstellung der „Elite-Newcomer-Strategie“, die Analysen der „Fortune Most Admired Companies“ sowie die grafischen Darstellungen von Kaufkandidaten, dienen ausschließlich der allgemeinen Information und Unterhaltung. Es handelt sich hierbei nicht um eine Anlageberatung, keine Anlageempfehlung und keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren, Kryptowährungen oder anderen Finanzprodukten gemäß dem Wertpapierhandelsgesetz (WpHG).

2. Risikohinweis

Investitionen in Aktien und Finanzmärkte sind grundsätzlich mit Risiken verbunden. Der Wert von Wertpapieren kann fallen oder steigen. Im schlimmsten Fall droht der Totalverlust des eingesetzten Kapitals. Die in der Vergangenheit erzielten Renditen (z. B. durch Backtests oder historische Listen) sind keine Garantie für zukünftige Ergebnisse. Jeder Leser handelt auf eigene Gefahr und eigenes Risiko.

3. Haftungsausschluss

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4. Interessenkonflikte

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5. Externe Datenquellen

Die Analyse basiert unter anderem auf Daten von Drittanbietern (z. B. Fortune Magazine). Trotz sorgfältiger Prüfung übernimmt der Autor keine Haftung für die Richtigkeit dieser Daten oder für Fehler in der Übertragung in Grafiken oder Tabellen.

 

 Hinweis: Dies ist eine persönliche Strategievorstellung, keine Anlageberatung. Investitionen bergen Verlustrisiken. Bitte auch den vollständigen Disclaimer bzw. Haftungsausschluss auf dieser Website lesen.


Das „Echte-Stärke-Upgrade“: Der Performance-Türsteher

um Szenario A) Fälle möglichst von vornherein zu vermeiden

Reputation ist eine hervorragende Eintrittskarte, aber sie ist oft ein nachlaufender Indikator. Ein Unternehmen kann bei den Fortune-Insidern noch hoch im Kurs stehen, während die Aktie an der Börse bereits den Anschluss verliert. Um das Ziel des „Kaufen und ewig Liegenlassen“ wirklich abzusichern, ergänzen wir das System um einen harten, quantitativen Filter bei der Neuaufnahme.

 

Die 1-3-5-Regel: Der Beweis vor dem Kauf

Bevor ein Elite-Newcomer (Platz 11–40) den Weg ins Depot findet, muss er beweisen, dass sein guter Ruf durch reale Markteffizienz untermauert wird. Das Unternehmen muss seinen entsprechenden Index (S&P 500 oder Nasdaq 100) auf drei Zeitebenen gleichzeitig schlagen:

1-Jahres-Sicht: Bestätigung des aktuellen Momentums.

3-Jahres-Sicht: Beweis für die mittelfristige Überlegenheit.

5-Jahres-Sicht: Nachweis eines stabilen, langfristigen Burggrabens.

 

Warum dieser Zusatzfilter den „Schlafmodus“ erst ermöglicht:

Dieses Upgrade schützt uns vor der gefährlichsten Falle für Privatanleger: dem „Investieren in Namen der Vergangenheit“. Eine Aktie wie Nike wäre durch diesen Filter bereits lange vor ihrem 50%-Absturz aussortiert worden, da sie den Index auf 3- und 5-Jahres-Sicht schon früher nicht mehr schlagen konnte.

 

Besteht ein Kandidat diesen Performance-Check nicht auf allen drei Ebenen, wird er gnadenlos abgewiesen – egal wie glanzvoll der Name ist.

 

Wenn man das so angewendet hätte 2026 wäre von den vier Kaufkandidaten lediglich Taiwan Semiconductor eingezogen.

Taiwan Semiconductor konnte den Index über ein Jahr, drei Jahre und fünf Jahre schlagen. 

IBM gelang dies nur über drei und fünf Jahre.

Service Now und MasterCard gelang es in keinem der drei Zeitfenster den S&P 500 zu schlagen.

 

 

▶️Alternative zu oben: SG IV als "Buy and Hold forever"-Depot 

1) Vorauswahl der Aktien genau wie oben beschrieben aus MAC 11 bis 40

2) Dann jedoch Check für Einzelaktien nach Core-Satellite-Depot (aus ETFs & Einzelaktien) > "in dubio pro Index"

Wenn sich hiernach eine Aktie qualifiziert, wandert sie in das SG IV Depot, welches grundsätzlich als "Buy and hold forever"-Depot betrieben wird. Dazu muss allerdings wie erwähnt die strenge Einzelwertkontrolle nach 2) durchgeführt werden.

Nachfolgend mein Artikel aus dem Oktober 2026, wo ich genau dies ausgearbeitet habe.⬇️


Auf der Suche nach dem Tenbagger: Das SG-IV-System – Einmal kaufen, ewig halten

 

Das SG-IV-System verbindet weltweite Corporate Excellence mit harten quantitativen Filtern und einer automatisierten Notbremse.

Hier erfährst du Schritt für Schritt, wie die Systematik funktioniert und wie du sie ganz einfach selbst anwenden kannst.

Schritt 1: Der Elite-Vorfilter (MAC 11 bis 40)

Jedes Jahr veröffentlicht das Fortune Magazine die Liste der „World’s Most Admired Companies“ (MAC). Sie basiert auf der Befragung von über 3.000 Führungskräften, Direktoren und Analysten. Das ist keine willkürliche Rangliste, sondern ein hochstabiles Reputationsbarometer.

Die Top 10 ignorieren wir: Hierfür gibt es von mir eine eigene Strategie SG III 

Der innere Zirkel (Plätze 11 bis 40): Das ist unsere Zielzone. Hier sitzen Unternehmen, deren Qualität über mehrere Zyklen von Insidern anerkannt ist.

Die Wackelzone (Plätze 41 bis 50) wird radikal gestrichen: Ein Blick in die Historie zeigt: Die Plätze 41 bis 50 sind voll von One-Hit-Wondern, Hype-Themen oder Unternehmen im schleichenden Abstieg (wie Adobe, Novo Nordisk oder PayPal). Wer hier kauft, kauft asymmetrisches Risiko in die falsche Richtung. Die wahren Perlen steigen ohnehin in die Top 40 auf.

Schritt 2: Der Branchen-Ausschluss (Keine Kapitalvernichter)

Bevor wir überhaupt einen Blick auf die Kurse werfen, scheiden bestimmte Branchen kategorisch aus. Keine Strategie der Welt macht aus einem strukturell kranken Geschäftsmodell einen langfristigen Tenbagger:

Keine Airlines: Zu hohe Fixkosten, Null Preismacht (siehe Delta Air Lines).

Keine traditionellen Autobauer und Maschinenbauer: Extrem zyklisch, enorm kapitalintensiv (z. B. BMW, Volkswagen, Caterpillar).

Keine reinen Rohstoffwerte: Völlige Abhängigkeit vom Weltmarktpreis.

Keine zinssensiblen Geschäfts- und Filialbanken (Retail Banking): Klassische Geschäftsbanken tragen hohe Kreditausfall- und Zinsrisiken.

Nicht börsennotierte Unternehmen: Wie USAA oder Publix Super Markets – für Privatanleger uninvestierbar.

Die präzise Ausnahme im Finanzsektor: Ein pauschaler Ausschluss der gesamten Finanzwelt wäre ein teurer Fehler. Erlaubt und ausdrücklich erwünscht sind skaliersfeste Payment-Netzwerke (Visa, Mastercard, American Express), führende Asset Manager (BlackRock) sowie marktbeherrschende Investment- und Handelsgiganten (JPMorgan Chase, Goldman Sachs). Sie besitzen echte Burggräben und hochrentable Gebührenmodelle.

Schritt 3: Schaupp Scoring System – Der quantitative Türsteher

Reputation ist ein nachlaufender Indikator. Ein Unternehmen kann bei Fortune noch glänzen, während die Aktie an der Börse längst den Anschluss verliert. Deshalb muss jede Aktie beweisen, dass sie ihren jeweiligen Vergleichsindex S&P 500 / Nasdaq100 usw. schlägt. 

Wir bewerten die relative Outperformance über vier Zeiträume (15-Punkte-Matrix):

1 Jahr vor Kauf (t_0): 2 Punkte (Momentum)

3 Jahre vor Kauf (t_0): 3 Punkte (Mittelfristige Überlegenheit)

5 Jahre vor Kauf (t_0): 6 Punkte (Der Sweet Spot aus Momentum & Substanz)

10 Jahre vor Kauf (t_0): 4 Punkte (Langfristiger Burggraben. Achtung: 10 Jahre Gleichlauf geben 0 Punkte – wir wollen keine stagnierenden Dinosaurier wie IBM oder 3M).

Die Zonen

10 bis 15 Punkte (Alpha-Zone): Einlass gewährt! 

8 bis 9 Punkte (Grauzone): Nur bei absoluter Überzeugung. Im Zweifel gilt: In dubio pro Index.

0 bis 7 Punkte (Sperrzone): Konsequent ignorieren. Dein Geld ist im Index besser aufgehoben.

Spezial-Regel für junge Giganten: Hat ein hochkarätiges Wachstumsunternehmen noch keine volle 10-Jahres-Historie (wie Meta Platforms im Jahr 2014), greift die Relativ-Klausel: Es muss den Index in 100 % aller seit dem Börsengang verfügbaren Zeiträume geschlagen haben.

Die Bewährungsprobe: 12-Jahres-Audit & Reale Marktergebnisse (2014 – 2026)

Wie brutal und treffsicher agiert dieses System in der Praxis? Um das ohne jeden Look-Ahead Bias zu beweisen, haben wir den Jahrgang 2014 rückwirkend stichtagsgenau am 02.02.2014 auditiert und alle qualifizierten Titel im reinen Buy-and-Hold-Ansatz bis zum 01.01.2026 nachverfolgt.

Das Ergebnis ist ein mathematisches Ausrufezeichen: Das aus 19 Aktien bestehende SG-IV-Startdepot erzielte eine Gesamtrendite von +594,6 % – und hat den S&P 500 Benchmark-Index (+293,0 %) mehr als verdoppelt (ein Alpha von +301,6 Prozentpunkten).

Reale Beispiele aus dem Härtetest:

Unternehmen

Rang / Einstieg (t_0)

Score-Ergebnis

System-Urteil & Reale Rendite bis 2026

Microsoft

2014, Rang 47

15 / 15 Pkt. (Alpha)

Gekauft \rightarrow +1.497,8 % (S&P 500 pulverisiert)

Amazon

2014, Rang 50

15 / 15 Pkt. (Alpha)

Gekauft \rightarrow +1.233,6 % (Vollwertiger Multi-Bagger)

Meta Platforms

2014, Rang 53

Relativ-Regel bestanden

Gekauft \rightarrow +981,2 % (Sonder-Klausel greift perfekt)

Costco Wholesale

2014, Rang 42

13 / 15 Pkt. (Alpha)

Gekauft \rightarrow +882,2 % (Stiller Monopolist)

JPMorgan Chase

2014, Rang 28

12 / 15 Pkt. (Alpha)

Gekauft \rightarrow +714,8 % (Beweis für Finanz-Upgrade)

Wells Fargo

2014, Rang 32

15 / 15 Pkt. (Scoring)

Abgelehnt (Retail-Bank) \rightarrow +193,7 % (Value-Falle blockiert!)

IBM

2014, Rang 15

4 / 15 Pkt. (Sperrzone)

Abgelehnt \rightarrow +189,8 % (Schützt vor Verlorenem Jahrzehnt)

Volkswagen

2014, Rang 33

Sektor-Ausschluss

Abgelehnt \rightarrow +0,8 % (Schützt vor kapitalintensivem Verfall)

 

Drei fundamentale Erkenntnisse aus den Live-Daten:

Der Schutz vor der Value-Falle (Wells Fargo vs. JPMorgan): Das Beispiel Wells Fargo (WFC) liefert den ultimativen Beweis für den Branchenfilter. WFC besaß 2014 fantastische 15 von 15 Schaupp-Punkte. Dennoch hinkte die Aktie dem S&P 500 langfristig um -99,3 Prozentpunkte hinterher. Der Sektor-Ausschluss für Filialbanken verhinderte diesen Rohrkrepierer. Umgekehrt lieferten die zugelassenen Finanzgiganten (JPMorgan Chase +714,8 %, Goldman Sachs +592,8 %, American Express +427,0 %, BlackRock +403,4 %) galaktische Überrenditen.

Die Macht der Asymmetrie: Im 2014er Depot lagen 6 von 19 Titeln (wie Nike mit +108,9 % oder Starbucks mit +209,0 %) unter der Indexrendite. Dass das Gesamtdepot dennoch bei +594,6 % landete, liegt am Grundgesetz der Börse: Verluste sind nach unten auf 100 % gedeckelt, Gewinne nach oben unbegrenzt. Die Spitzenreiter Apple (+1.647,6 %), Microsoft (+1.497,8 %) und Amazon (+1.233,6 %) zogen das Gesamtportfolio unaufhaltsam nach oben.

Der tagesaktuelle Status Quo für 2026: Wendet man das System stichtagsgenau in 2026 auf den Jahrgang 2026 (Fortune Ränge 11 bis 40) an, zeigt das SG-IV-System seine Selektionskraft: 

Von 30 Kandidaten scheiterten 7 am Sektor-Filter, so dass 23 zu untersuchende Aktien verblieben. 

Nur 4 Aktien von 23 schafften es am Schaupp Scoring System vorbei. Drei Aktien mit vollen 15 Punkten, Goldman Sachs mit 14 Punkten.

Eli Lilly und Goldman Sachs schlugen den S&P 500, die beiden Technologiewerte den Nasdaq100 als entsprechenden Vergleichsindex.

 

Eli Lilly (LLY): Unangefochtener Dominator im Pharma- und Adipositas-Markt.

Taiwan Semiconductor (TSM): Der globale Monopolist der High-End-Chipherstellung

Samsung Electronics 

Goldman Sachs Investment Bank 

 

Schritt 4: Der Schlafmodus 

Ist eine Aktie durch alle Filter gekommen, wechselt das Depot in den „Buy and Hold Forever“-Modus. Du lehnst dich zurück und lässt die Zeit für dich arbeiten.

 

Fazit: Disziplin schlägt Bauchgefühl

Das SG-IV-System nimmt dir die emotionale Last des Investierens:

Fortune liefert den Pool der angesehensten Unternehmen der Welt.

Der Branchenfilter sortiert systematische Kapitalvernichter und Value-Traps aus.

Der Schaupp Scoring System trennt echte Outperformer von reinen Marketing-Dinosauriern.

Wer einmal im Club ist, bleibt drin, und potentielle Ver-x-facher nicht aus Versehen in einer vorübergehenden Schwächephase zu verkaufen.

 

Ich wende diese Regeln stoisch an, suche jedes Jahr Anfang Februar die neuen Kandidaten der Ränge 11 bis 40 heraus und gehe nach obiger Anleitung vor.

 

Disclaimer: Dies ist keine Anlageberatung. Aktieninvestments bergen Risiken bis hin zum Totalverlust.

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